Der deutsche Immobilienmarkt hat sich seit 1990 stark unterschiedlich entwickelt. Nach einem regelrechten Immobilienboom im Osten (und geringerem Maße) im Westen ging der Index bis 2004 auf seine Ausgangsposition von 1990 zurück. Seitdem haben die Immobilienmärkte in Ost und West aber wieder stark angezogen. Dabei ist zu erkennen, dass es bezüglich des Immobilienmarktes kaum noch Unterschiede zwischen Ost und West gibt. Beide Teilmärkte verhalten sich analog.

Immobilienmarktindex der westlichen und östlichen deutschen Großstädte (Kategorien A bis D) im Vergleich

Die aktuelle Situation ist seit 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gekennzeichnet durch einen starken Anstieg der Bautätigkeit an Gebäuden/Baumaßnahmen (+4,8%) sowie einem sehr hohen Anstieg an neugebauten Wohnungen (+34,1%).

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat in einer Studie im November 2016 anhand von Modelldaten berechnet, um wieviel ein Quadratmeter Eigentumswohnung gegenüber einem Quadratmeter Mietwohnung günstiger ist. Bei einer gesamtdeutschen Betrachtung ist der Erwerb von Wohneigentum durchschnittlich rund 41 Prozent günstiger als das Mieten. Dabei ist jedoch zu beachten, dass es sich um Durchschnittsdaten auf Kreisebene handelt, d.h. individuelle Anlageaspekte sowohl des Käufers als auch des Objekts können hierbei nicht betrachtet werden.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des IW Köln:

Seien Sie auch in Zeiten des Immobilienbooms vorsichtig und lassen Sie Ihre Investition in das vermeintliche Betongold durch einen unabhängigen Sachverständigen prüfen. Mit Hilfe eines ausführlichen Gutachtens wissen Sie genau, ob der Haus- oder Wohnungskauf sich am Ende auch für Sie rentiert.